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Ubuntu: A Spirit of Healing

„Ubuntu“ ist ein Begriff aus den südafrikanischen Nguni-Sprachen, für den es im Deutschen kein Wort gibt. „Ubuntu“ steht für die Seele Afrikas – man könnte das Wort allenfalls mit der „Essenz des Menschseins“ übersetzen. Dahinter steht das Wissen vom heiligen Bund allen Lebens, vom Netzwerk eines größeren Ganzen, dass uns alle verbindet. „Ich bin ein Mensch“, so erklärt der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu den Begriff, „weil ich dazugehöre, teilnehme und teile!“

Dem südafrikanischen Sozialarbeiter, Visionssuche-Leiter und Initiations-Mentor Coleridge Daniels, der in den Straßen von Kapstadt eine lebende Legende ist, sagt man nach, er habe „Ubuntu“. Denn der ehemalige Aktivist gegen die Apartheid, spätere Manager im südafrikanischen Ölgeschäft und noch spätere Streetworker für Kapstadts obdachlose Kinder hat sein Leben der südafrikanischen Jugend gewidmet. In den letzten zehn Jahren hat er fast tausend Jugendliche als Wildnisführer, Mentor und Ersatzvater in die raue südafrikanischen Wildnis begleitet, wo sie sich einsam fastend den Schatten ihrer Vergangenheit stellen, ihre vergessenen Potenziale feiern und sich aus der Tiefe ihres Herzens für ihr Leben entscheiden konnten: Straßenkinder, kriminelle Jugendliche aus den Gangs der Townships, Drogenabhängige und HIV-Infizierte, die damit aus eigener Kraft die Spirale der Gewalt, der Erniedrigung und Hoffnungslosigkeit verlassen konnten. Aber auch ganz normale junge Menschen, die in einem Land mit schwieriger Vergangenheit und unsicherer Zukunft nach ihrer Identität suchen.

Coleridge Daniels stammt selbst aus den Vierteln jener, mit denen er heute arbeitet. Seine Arbeit ist aus der tiefen Berührung durch die Wildnis in eigenen Visionssuchen entstanden, er selbst nennt es „die essentielle Schule von Mutter Natur“.   Er versteht es auf unnachahmliche Weise, seine natürliche Autorität mit Demut zu verbinden, dem Chaos des Wandels Strukturen zu geben, Klarheit mit Tiefe und Einsicht mit Humor zu vermitteln.

Riten des Übergangs

Wenn Menschen sich durch die Jahreszeiten des Lebens bewegen, brauchen sie Orte und Rituale, an denen sie die Bedeutung des Wandels erfassen und ehren können. Übergangsrituale, die Phasen der Vorbereitung, der Verwirrung, der Herausforderung, der Erfolge und der Anerkennung mit einschließen, sind Orientierungspunkte im komplexen sozialen und persönlichen Übergang junger Menschen. Sie geben Wachstum und Wandel einen Sinn. Sie klären nicht nur die Beziehung zwischen dem jungen Mensch und seiner Gemeinschaft, sondern formen auch die Beziehung des jungen Menschen zu sich selbst. Die Bestätigung des Wandels hilft, den eigenen Weg zu erkennen, sich bewusst dafür zu entscheiden, ihn zu gehen und andere dabei zu unterstützen, ihren Lebenspfad zu finden. Das ist in Südafrika alles andere als einfach: Hier werden Jugendliche in der Regel nur durch Mutproben der Straßengangs, Schwangerschaften im Teenager-Alter und Drogenmissbrauch initiiert. Erwachsene, welche die Jugendlichen begleiten könnten, sind Mangelware in einem Land, dass durch die Entwürdigung der Apartheid und Arbeitslosigkeit traumatisiert ist.

Coleridge Daniels konnte unter diesen schwierigen Bedingungen als Visionssuche-Leiter und Initiations-Mentor wertvolle Erfahrungen sammeln. Viele Jahre arbeitete er als Mitarbeiter von Educo Africa eng mit Resozialisierungs-Einrichtungen, Jugendgefängnissen, Schulen und Sozialämtern zusammen, die immer wieder Jugendliche schickten. Seit einigen Jahren gibt er seinen Erfahrungsschatz auch in Deutschland (Eschwege / Mitteldeutschland) und Frankreich (Vogesen, nahe der deutschen Grenze) weiter. Im „Ubuntu“-Seminar werden die archetypischen und transkulturellen Schlüsselelemente des Initiationsprozesses  herausgearbeitet und mit der Praxis eines afrikanischen Ritualleiters verbunden. So entsteht für die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, nicht nur persönliche Einsichten zu gewinnen, sondern auch zu lernen, wie der Aufbau und die Praxis von Ritualen durch die eigene Lebenserfahrung und den kulturellen Kontext bereichert werden kann. Die Seminare richteten sich bisher primär an Sozial- und Jugendarbeiter/innen, Visionssuche- und Initiations-Mentor/innen, Heiler und Ritualleiter/innen. Sie sind auch für die Erwachsenenarbeit zu empfehlen, weil zahlreiche Rituale, Spiele, Lieder, die ganze Vermittlungsform und der „african spirit“ ganz neue Impulse in die hiesige Arbeit bringen können.

Mittlerweile hat sich dieses Seminar, das nun schon einige Jahre hier stattfindet, gewandelt... vom Fokus auf Menschen, die in irgendeiner Art und Weise zu tun haben mit Jugendlichen... zu einer tiefen persönlichen Reise zu und Begegnung mit sich selbst im Spiegel der Natur, wo jede und jeder angesprochen ist, die oder der sich selbst auf diese Weise begegnen möchte, unabhängig von der 'Vor-Berufung'.

Coleridge ist ein Mensch mit einem großen Herzen, tiefer Weisheit und lebendiger Intuition, der zu berühren vermag.

Der fünftägige Workshop orientiert sich am Ablauf eines klassischen Übergangs-Rituals: Der erste Tag dient dem Aufbau des Vertrauens in der Gemeinschaft, der zweite Tag skizziert den Aufbau der rituellen afrikanischen Heilungsreise. Der dritte Tag ist in einsamem Rückzug der Abtrennung vom Alten gewidmet. Am vierten Tag geht es um das ‚praktische Ubuntu’, dass jeder aus seiner Solozeit in die Gemeinschaft bringt. Der letzte Tag dient dem Geschichtenerzählen und Spiegeln.

Eine Schwitzhütte vertieft und integriert die persönlichen Erfahrungen.

(Text von Geseko von Lüpke)

„The way of learning? You cannot teach it, you have to feel it, you have to take it in your heart, you have to integrate it and to let it unfold out of yourself in your new way.”
Coleridge Daniels

„Man hat unsere jungen Leute eine ‚verlorene Generation’ genannt – verloren an Drogen, Gangs und die damit verbundenen Übel. Coleridge Daniels ist dabei das zu verändern. Durch seine natürliche Führungskraft und die Form seiner Vermittlung stärkt und ermutigt er junge Menschen, an sich selbst zu glauben und ihr Leben zu ändern.“
Erzbischof Desmond Tutu (Träger des Friedensnobelpreises)

Informationsmaterial :

Kassette mit einer Radiosendung über Coleridge Daniels Arbeit (von Geseko von Lüpke, Sendung für den NDR) für  5,- EUR plus Porto, zu bestellen bei Xenia Richard ( solange der Vorrat reicht).

Eine DVD Dokumentation über seine Arbeit ist erhältlich für 20 € + Porto bei Porto bei Hildegard Kosmann, tel/fax 0049-(0)8807/ 7976, email: hildegard.kosmann(at)web.de  und bei Cornelia Pitsch, tel. 0049(0)7685/ 908674, email: naturrituale(at)visionquest.de

Seminar-Informationen

Termin:
auf Anfrage

Maximal 12 TeilnehmerInnen

Leitung: 
Coleridge Daniels



Kursgebühr (nach Selbst- einschätzung):
390-450,- €
inkl. Schwitzhütte

Vollpension im 2er oder 3er-Zimmer:
196,- €

Wegen Erwerbslosigkeit, Studium oder anderer Mittellosigkeit kann Ermäßigung beantragt werden.

„Give aways“: über Geldbeträge (auch kleine Summen) zur Ermöglichung solcher Ermäßigungen und zur Unterstützung des Projektes freuen wir uns.

Kurssprache: englisch, Übersetzunghilfe “hier und da” möglich.

Informationen und Anmeldung für dieses Seminar bitte direkt an:
Cornelia Pitsch:
Tel. 0049(0)7685/ 908674,
eMail: naturrituale(at)visionquest.de



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